Gegen den geplanten Ausbau der B12 zu einer vierspurigen „Quasi-Autobahn“ regt sich (endlich) Widerstand! In Zeiten der Erderhitzung die B12 zur Quasi-Autobahn ausbauen – was für ein aus der Zeit gefallenes Projekt! Nicht nur das Klima allgemein, auch Menschen werden darunter leiden, denn durch den vierspurigen Ausbau entstehen mehr Verkehr, mehr Lärm, mehr gesundheitsschädigender Feinstaub, mehr Abgase, mehr Bodenverschmutzung durch Reifenabrieb und Schmierstoffe. Von den zusätzlichen versiegelten Flächen ganz zu schweigen. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung ist auf der Strecke nicht vorgesehen. Als Hauptargument für den Ausbau wird in erster Linie die Verkehrssicherheit genannt. Verkehrssicherheit könnte man aber – wesentlich umweltfreundlicher und kostengünstiger – zum Beispiel durch Geschwindigkeitsbeschränkungen und entsprechende Kontrollen erreichen. Darüber, wie genau die optimale Lösung aussieht, herrscht (noch) kein Konsens. Aber eins ist klar: über Sinn und Unsinn der aktuellen Planung besteht zumindest Diskussionsbedarf.

Im Ostallgäu wurde eine Bürgerinitiative gegen die aktuellen Planungen gegründet. Die Bürgerinitiative ruft alle aus der Region zu Einwendungen gegen die Pläne zum ersten Bauabschnitt auf. Es gilt, möglichst viele individuelle Einwände zu formulieren und an die Bezirksregierung zu senden. Wem das zu umständlich ist: einfach einen Postkarten-Vordruck der Bürgerinitiative ausschneiden, Einwände ankreuzen und möglichst bald abschicken, spätestens aber bis zum 15. August 2020! Die Adresse für die Einwände lautet: Regierung von Schwaben, Sachgebiet 32, Fronhof 10, 86152 Augsburg.

„Darüber hinaus wäre es großartig, wenn jeder von uns seinen individuellen Einwand vielleicht sogar mit seinem Foto auf unserer Webseite präsentieren könnte, damit die Bürger Beispiele haben, Argumente lesen und auch sehen, wer sich gegen die jetzigen Pläne engagiert. Wer dazu bereit ist, bitte direkt an mich persönlich wenden!“, schreibt Rober Herbst (Email: robert@b12-so-nicht.de)

(Gesine Weiß)