Energiewende mitgestalten: Numbat und Schnellladenetz Allgäu

In Kemptens Start-up-Szene tut sich etwas im Bereich Elektromobilität und Nachhaltigkeit: Vor einigen Wochen haben Martin Schall und Dr.-Ing. Maximilian Wegener ihre neu gegründete Numbat GmbH vorgestellt. Der Numbat ist ein Gewerbe-Batteriespeicher und eine Schnellladesäule in einem. Er besteht zum Teil aus recycelten Batterien und soll die Elektromobilität im Allgäu unterstützen. Bis Mitte 2022 sollen 100 Numbats produziert und im Allgäu aufgestellt werden (z. B. bei Firmen, Hotels, Supermärkten und Krankenhäusern). Die Batteriespeicher sollen mit Ökostrom gespeist werden und können in einer Stunde bis zu 8 Autos laden. Außerdem können sie als Notstromversorgung, zur Netzstabilität und zur Lastspitzenkappung dienen.

Finanziert werden sollen die Numbats über ein genossenschaftliches Modell, das parallel gegründete „Schnellladenetz Allgäu“. Daran kann man Anteile erwerben und beteiligt sich damit am Erfolg des Unternehmens. Außerdem kann man von vergünstigtem Strom beim Laden seines E-Autos profitieren. Einige namhafte Kooperationspartner konnten die Gründer bereits gewinnen, nun braucht das „Schnellladenetz Allgäu“ weitere Genossenschaftsmitglieder, damit das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann. Weitere Infos unter: www.schnellladenetz-allgäu.de

Den Gründern liegt der Klimaschutz am Herzen. Martin Schall sagt, er wolle nicht auf die Politik warten, sondern die Energiewende selbst mitgestalten. Der Ingenieur Wegener und der Betriebswirt Schall werden unter anderem durch ein EXIST-Gründerstipendium über die Hochschule Kempten unterstützt. Mit ihrer Idee haben sie kürzlich den 1. Platz bei dem BayStartup-Wettbewerb gewonnen.

(Juliane Brausewetter)