Unser täglich Müll… und wie wir ihn vermeiden (Teil 1: Lebensmittel)

Mülldeponie, Fotograf: Ropable (Wikimedia)

“Wir verursachen einfach viel zu viel Müll, und trotz dieser Erkenntnis wird es kaum weniger“: Sehr lesenswerte Artikel rund ums Thema bietet die Ausgabe „Müll“ des Magazins fluter (Herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung). Besonders empfehlenswert: „Schwere Last“ (über den Müll, der durch die Produktion eines Smartphones entsteht), „Müll ist eine menschliche Erfindung“ (ein Interview mit Michael Braungart über Kreislaufwirtschaft), „Dein Joghurtbecher ist jetzt im Himmel“ (über Recycling), „Meer aufräumen“ (über Müll im Meer).

Hier ein paar Tipps, wie (und wo in Kempten) man Müll vermeiden kann (Teil 1, Lebensmittel):

1. Lebensmittel unverpackt oder in Mehrweg-Behältern kaufen: Auf dem Kemptener Wochenmarkt, im Pur Natur (Kotterner Str. 78-80), im Reformhaus Merk (An der Sutt 10) und in Kürze im Piepmatz-Unverpacktladen (Zwingergasse 1). Bei den meisten Bäckereien kann man sich Backwaren über die Theke reichen lassen und in die selbst mitgebrachte Tasche stecken. Auch bei Feneberg & Co. gibt es Obst und Gemüse z.T. unverpackt und Milchprodukte in Pfandgläsern. Bei der Bio-Gärtnerei Christian Herb (Heiligkreuzerstraße 70) bekommt man eine breite Palette an Küchenkräutern und Gemüsepflänzchen – und kann die Pflanzbehälter zurückgeben.

2. Lebensmittel retten statt kaufen: Ob Joghurt, Brot oder Bananen — abgelaufene Lebensmittel und „alte“ Backwaren gibt’s kostenlos (auf Spendenbasis) beim Foodsaver (Herbststraße 22) und beim Fairteiler (Ankergässele 1). Unbedingt leere Behälter und Taschen mitbringen!

3. Selbermachen: Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Von Marmelade einkochen bis Vegane Brotaufstriche selber herstellen: es gibt unzählige Internet-Foren/Blogs wie Chefkoch oder Vegan Heaven, Anleitungen auf youtube — und klassische Kochbücher in der Stadtbücherei.

Zur Müllervermeidung gibt es einiges zu sagen. Damit mein Müllvermeidungs-Beitrag nicht zu lang wird, habe ich ihn in verdauliche Häppchen aufgeteilt. In Teil 2 geht es dann um Gebrauchsgegenstände, in Teil 3 um Kleidung.

(Gesine Weiß)